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Es ist mir unerklärlich, warum die FPÖ ausgerechnet den Abgeordneten Martin Graf in den Nationalfonds der Republik für Opfer des Nationalsozialismus schickt. Er soll die verhinderte dritte Nationalratspräsidentin Kitzmüller vertreten. Der Nationalfonds der Republik für Opfer des Nationalsozialismus ist im Parlament angesiedelt. Seit 1995 wurden aus jenem Fonds 330 Millionen Euro an NS-Verfolgte ausbezahlt.

Martin Graf ist Mitglied der schlagenden und rechtsextremen Burschenschaft Olympia, die in der Vergangenheit Neonazis und Shoah-Leugner als Vortragende einlud. In der Burschenschaft soll auch der bekannte Neonazi-Liedermacher schon seine grässlichen holocaustverherrlichenden Lieder gesungen haben. Die Anwesenheit von Martin Graf ist eine Provokation der TeilnehmerInnen. An dieser Sitzung nehmen sowohl Opferorganisationen als auch Menschen teil, deren Familienmitglieder in der NS-Zeit ermordet wurden. Sie müssen sich diese Provokation nicht bieten lassen.

Die Reaktion der Israelitische Kultusgemeinde, die nun ihr Mandat im Kuratorium ruhend stellt, ist für mich daher verständlich. Daher muss der Nationalratspräsident Sobotka hier klar Grenzen ziehen und dafür Sorge tragen, dass die gute Arbeit und die Reputation des Kuratoriums durch solche Provokationen nicht gefährdet wird.

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